Die Begeisterung

Begeisterung gehört zum Lernen unbedingt dazu. Das gilt immer, egal, was man lernt. Man sollte ein Kind nie zum Lernen eines Instrumentes zwingen, wenn es sich nicht dafür begeistert. Das ist vergebliche Mühe, es sei denn, man schafft es, diese Begeisterung zu entlocken.  Das Kind muss es selber wollen, es reicht nicht aus, wenn Eltern etwas wollen. In diesem Falle sollten Eltern das Instrument ihrer Wahl erlernen. Das Kind sollte auch Gelegenheit erhalten, auf dem Instrument selber zu suchen. Nur Übungen nach Vorschrift spielen, sind - ehrlich gesagt - einfach doof.

Mein erstes Trompetenkonzert hörte ich mit fünf Jahren  im "Meldorfer Dom" (St. Johanniskirche). Die London Brass, die sich aus dem Philip Jones Brass Ensemble gebildeten hatten, begeisterten mich, obwohl der Dom so voll besetzt war, dass meine Eltern für uns nur noch Plätze mit eingeschränkter Sicht kaufen konnten. Die eingeschränkte Sicht bedeutete für uns allerdings gar keine Sicht. Deshalb machte ich mich am Anfang des Konzertes auch selbstständig und suchte die Quelle. Auf dem Mittelgang gelangte ich dann nach vorne, wo die Musiker agierten.

Erst mit fast zehn Jahren konnte ich mit dem Trompetenspiel anfangen. In der Zwischenzeit habe ich Blockflöte bei einer professionellen Blockflötistin gelernt. Durch das Blockflötenspiel liebte ich die Triller.  Für Triller kann ich mich immer noch begeistern. Begeisterung beflügelt gegenseitig. Sollte es zumindest.

Auf einem Vorspiel während des Studiums spielte ich auf meiner C-Trompete ein für die Trompete eingerichtetes Blockflötenstück, für das Triller notiert waren. Der Professor hatte mir aus Gründen, die mir bis heute nicht bekannt sind, alle Triller gestrichen. Das hatte mich so schockiert, dass mir beim Vorspiel immer die Luft wegblieb.

Leider gibt es manchmal Lehrer, bei denen eine Flamme der Begeisterung am Erlöschen ist und/oder bereits erloschen ist, oder das Kind im Musiker bereits nicht mehr vorhanden ist,  und das wirkt sich auf den Unterricht aus. Es ist gar nicht so einfach, das gebe ich zu, aber das ist manchmal eine Ursache, wenn ein Kind das Instrument, sei es die Trompete oder das Cello order ein anderes aufgibt, wenn es sich zuvor doch dafür begeistern konnte.  Sobald ein Kind mehrfach gelangweilt aus dem Unterricht kommt, sollte man an einen Lehrerwechsel denken, damit beim Kind die Liebe zur Musik  nicht auch einschläft. Neues Spiel, neue Chance.   

 

Kommentar schreiben

Kommentare: 0

Tipps und Technik in einem Buch - demnächst

Kontakt für

Trompetenkonzerte

und Trompetenunterricht

Booking

Sören Schnabel

Tel: 040/ 55549150

Mobil: 0152.094.66.969

Email:

post@trompetenkonzerte.de

Webseite:

http://www.trompetenkonzerte.com

 

 

 

 

Sören Schnabel,

Trompeter,

Diplom-Musiker (Hochschule für Musik und Theater Hamburg)

 Deutscher Tonkünstlerverband

Gema

GLV

 



 




 

Marion Schnabel

Rechtliche Hinweise:

Alle Texte, Bilder und

Tondateien dieser Webseite

dienen rein informativen

Zwecken und unterliegen dem

Urheberrecht und anderen

Gesetzen des geistigen

Eigentums. Ohne eine

schriftliche Genehmigung

dürfen sie nicht kopiert, verändert

oder auf anderen Webseiten

verwendet werden. Die

Vervielfältigung, Bearbeitung,

Verbreitung und jede Art der

Verwertung außerhalb der

Grenzen des Urheberrechtes

bedürfen einer schriftlichen

Zustimmung. Downloads und

Kopien von Dateien dieser Seite

sind nur für den privaten,

nicht kommerziellen Gebrauch

gestattet.

Die Inhalte externer Webseiten,

die über Hyperlinks von dieser

Webseite aus erreicht werden

können, oder ihrerseits auf diese

Webseite verweisen, sind fremde

Inhalte, für welche keinerlei

Gewähr übernommen wird.